Business-Busse und Sitzplatzreservierung: FlixBus will neue Servicemodelle testen

Business-Busse und Sitzplatzreservierung: FlixBus will neue Servicemodelle testenWer eine Flugreise bucht, dem werden meist zahlreiche gebührenpflichtige Zusatzfeatures vorgeschlagen: Soll ein bestimmter Sitzplatz reserviert werden? Will man von Priority Boarding profitieren? Soll am Ankunftsort ein Mietwagen zur Verfügung gestellt werden? Ähnliche Services könnten bald auch Fernbus-Reisenden zur Auswahl stehen – zumindest wenn es nach dem Marktführer FlixBus geht.

Gegenüber der „Welt“ gab FlixBus-Geschäftsführer André Schwämmlein an, künftig mehr gebührenpflichtige Extra-Features anbieten zu wollen. So sollen Fahrgäste gegen einen geringen Aufpreis ihren Wunschsitzplatz reservieren können. Will man also im Doppeldeckerbus ganz vorne sitzen, muss man sich künftig nicht mehr an anderen Fahrgästen vorbeidrängen, sondern kann den Sitzplatz bequem von zuhause aus reservieren. Auch die Einführung von Business-Bussen für Geschäftsreisende kann sich Schwämmlein gut vorstellen, doch soll das Unterfangen nicht vor 2019 in die Tat umgesetzt werden. Diese mobilen Büros mit mehr Tischen und leistungsfähigem WLAN eignen sich jedoch nur für ausgewählte Strecken, so Schwämmlein. Ein Paradebeispiel dafür stellt die Verbindung von Zürich nach München dar. Hier ist der Fernbus sogar schneller unterwegs als die Deutsche Bahn, was für viele Geschäftsreisende ein wichtiges Verkaufsargument ist.

Was die Unternehmensziele betrifft, lässt sich FlixBus aktuell in die Karten schauen: Während das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr im Kernmarkt Deutschland gewinnbringend unterwegs war, will FlixBus 2017 über alle Märkte hinweg schwarze Zahlen schreiben. Schwämmlein zufolge ist das Ziel bereits greifbar. In der Schweiz und in Österreich wurden in diesem Sommer neue Fahrgastrekorde eingefahren. In Tschechien, wo FlixBus erst seit einigen Monaten nationale Verbindungen anbietet, will FlixBus den Konkurrenten Regiojet (Student Agency) schon bald überholt haben und Marktführer werden. Mehr als 40 Millionen Reisende will der Fernbus-Anbieter allein in diesem Jahr befördern. Bis zum Frühjahr sollen insgesamt – seit Unternehmensgründung im Jahr 2012 – 100 Millionen Reisende die grünen Busse genutzt haben. Um dies zu erreichen setzt FlixBus aber nicht nur auf weitere europäische Märkte, sondern plant auch, das deutsche Fernbus-Netz weiter auszubauen. Mehr Ziele bedeuten eine bessere Infrastruktur, was wiederum mehr Reisenden die Möglichkeit gibt, von der günstigen Verkehrsalternative zu profitieren.

2 Kommentare zu “Business-Busse und Sitzplatzreservierung: FlixBus will neue Servicemodelle testen

  1. Ich finde eine Sitzplatzreservierung sehr gut. Kann ich die noch nachträglich buchen , wenn ich meine Fahrt schon gebucht habe ?

    1. Hallo Hannelore,

      derzeit wird die Sitzplatzreservierung bei FlixBus nur auf einigen Strecken getestet. Ein Platz kann im Moment nur bei der Buchung reserviert werden.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr CheckMyBus-Support

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *