Strom statt Diesel: FlixBus nimmt ersten Elektro-Fernbus in Betrieb

Strom statt Diesel: FlixBus nimmt ersten Elektro-Fernbus in BetriebWer mit dem Fernbus verreist, spart nicht nur Geld, sondern schont gleichzeitig auch die Umwelt. Mit Emissionswerten, die unter denen von Pkw, Bahn und Flugzeug liegen, ist der Fernbus zwar schon jetzt ein umweltfreundliches Verkehrsmittel, doch FlixBus will noch einen Schritt weiter gehen: Pünktlich zu Ostern nimmt der Anbieter in Frankreich den ersten Elektro-Fernbus in Betrieb.

Gänzlich neu sind durch Strom betriebenen Busse zwar nicht, doch werden diese aktuell ausschließlich im Stadtverkehr und auf sehr kurzen Strecken eingesetzt. Einen Elektro-Fernbus gibt es in dieser Form noch nicht, weshalb Yvan Lefranc-Morin, Geschäftsführer von FlixBus Frankreich, von einer Weltneuheit spricht. Insgesamt kann der Bus anhand seiner zehn Batterien eine Strecke von 200 Kilometern zurücklegen, weshalb er zunächst auf der Strecke von Paris nach Amiens zum Einsatz kommen soll. Betrieben wird der Elektro-FlixBus vom Transportunternehmen B. E. Green; konzipiert und hergestellt wurde er von der chinesischen Firma Yutong.

Neben dem Umweltaspekt haben Elektrofahrzeuge einen weiteren, nicht zu vernachlässigenden Vorteil: Sie sind im Betrieb wesentlich günstiger als vergleichbare Benziner. So kostet der Strom, der für die Strecke von Paris nach Amiens benötigt wird, lediglich 12 Euro. Wäre der Bus mit Diesel unterwegs, würden sich die Kosten auf mindestens 70 Euro belaufen. Auch was Wartung und Ersatzteile betrifft, schneiden Elektrofahrzeuge im Vergleich besser ab. Lediglich bei der Anschaffung ist eine höhere Investition nötig, denn die Elektro-Busse kosten rund 30 Prozent mehr als ein gängiger Fernbus.

Ob derartige E-Busse auch in Deutschland zum Einsatz kommen sollen, ist noch unklar. Wer bis dahin aber dennoch besonders umweltfreundlich verreisen will, kann bei jeder Buchung über FlixBus einen freiwilligen Klimaschutzbeitrag entrichten. Dabei werden die Emissionen der gebuchten Fahrt kilometergenau in Cent umgerechnet. Der Umweltbeitrag, der meist einem bis drei Prozent des Fahrtpreises entspricht, wird im Anschluss an ein Klimaschutzprojekt gespendet. So wurden in der Vergangenheit bereits Windenergieprojekte auf der Karibikinsel Aruba gefördert und auch die Berliner Initiative Foodsharing e. V., die sich gegen Lebensmittelverschwendung richtet, durfte sich über eine Finanzspritze freuen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *