Die Lebensmittelretter: FlixBus-Kunden finanzieren Umweltschutzprojekt in Berlin

Die Lebensmittelretter: FlixBus-Kunden finanzieren Klimaschutzprojekt in BerlinWer nachhaltig und umweltfreundlich unterwegs sein möchte, entscheidet sich bei Reisen am besten für den Fernbus. Laut einer Studie des Bundesumweltamts bringt es dieser bei einer durchschnittlichen Auslastung auf rund 32 Gramm CO2 pro Personenkilometer und ist damit das schadstoffärmste Verkehrsmittel. Wer sich für die Bahn entscheidet, verursacht im Schnitt 41 Gramm CO2 pro Kilometer. Am schädlichsten sind das eigene Auto mit 142 Gramm CO2 pro Personenkilometer und das Flugzeug, das es auf insgesamt 211 Gramm Kohlenstoffdioxid bringt.

Zwar sind Fernbus-Reisende also ohnehin schon umweltschonend unterwegs, doch gibt es bei zahlreichen Busunternehmen die Möglichkeit, noch ökologischer zu reisen. Bucht man eine Fernbus-Fahrt bei DeinBus.de, Eurolines Germany, Postbus oder FlixBus kann man zusätzlich zum eigentlichen Ticketpreis einen freiwilligen Umweltaufschlag zahlen, über den ausgewählte Klimaschutzprojekte finanziert werden. FlixBus gab seinen Kunden dabei im Dezember letzten Jahres die Chance, sich selbst für ein gemeinnütziges Projekt zu entscheiden. Im Facebook-Voting fiel die Wahl auf die Aktion Foodsharing e. V., weshalb FlixBus und die Klimaschutzorganisation atmosfair den Mitgliedern des Projekts nun in Berlin zwei aus Umweltschutzabgaben finanzierte e-Lastenräder übergaben.

Jährlich wandern in Deutschland laut einer Studie von WWF rund 10 Millionen noch verwertbare Lebensmittel in die Tonne. Um diese Menge zu reduzieren, wurde Foodsharing e. V. gegründet. Die Mitglieder des Projekts sammeln dabei regelmäßig in rund 2.800 Supermärkten in Deutschland Lebensmittel ein, die für den Verkauf nicht mehr geeignet sind. Diese werden daraufhin an soziale Einrichtungen wie Obdachlosenunterkünfte verteilt. Seit 2012 konnten durch die Arbeit von Foodsharing e. V. bereits 5.000 Tonnen Lebensmittel vor dem Müll gerettet werden.

Die neuen e-Lastenräder sind dafür ausgelegt, die Arbeit von Foodsharing e. V. noch effektiver zu machen. Dabei ist nicht nur das Projekt, sondern auch das Rad an sich nachhaltig, da dieses Strom aus erneuerbaren Energien bezieht. Pro Batterieladung kann man mit den Rädern 200 Kilometer zurücklegen und dabei 300 Kilogramm transportieren. Schon jetzt kündigten FlixBus und atmosfair an, es nicht bei den zwei e-Lastenrädern belassen zu wollen und insgesamt zehn der grünen Lastenräder an Foodsharer in ganz Deutschland zu verteilen. „Stoppen von Verschwendung ist aktiver Klimaschutz – egal ob bei Energie, Rohstoffen oder Lebensmitteln. Wir wünschen Foodsharing viele Kilometer im Sattel: Jedes grüne Elektrofahrzeug bringt die Mobilitätswende voran“, freut sich Dietrich Brockhagen, Geschäftsführer von atmosfair.

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