Fahrgastrechte: Gepäck

Was passiert, wenn das Gepäck auf Reisen verloren geht oder beschädigt wird?

 
Fahrgastrechte: GepäckMan steht am Gepäckband und der eigene Koffer ist nicht dabei oder man bekommt sein Reisegepäck beschädigt zurück – auch in solchen Fällen greifen Fahrgastrechte und Sie können Ansprüche geltend machen. Zu beachten ist dabei allerdings vor allem, dass die Beweislast immer beim Fahrgast liegt. Verreisen Sie also mit teurem technischen Equipment oder ähnlichem, sollten Sie die Rechnungen aufbewahren, um im Zweifelsfall den Wert Ihres Koffers belegen zu können. Auch ein Foto des Reisegepäcks kann Ihnen dabei helfen, eine angemessene Entschädigung zu bekommen. Grundsätzlich gilt aber: Wertgegenstände sollten nach Möglichkeit immer ins Handgepäck.

Fahrgastrechte im Fernbus: GepäckFahrgastrechte im Fernbus: Gepäck

Fahrgastrechte bei Bahn-Reisen: GepäckFahrgastrechte bei Bahn-Reisen: Gepäck

Fahrgastrechte im Flugzeug: GepäckFahrgastrechte im Flugzeug: Gepäck
 

Fahrgastrechte im Fernbus: Gepäck

Fahrgastrechte im Fernbus: Gepäck Laut der geltenden EU-Verordnung stehen Ihnen bei verlorenem oder beschädigtem Reisegepäck bis zu 1.200 Euro zu. Denken Sie daran, dass Sie den tatsächlichen Wert des Gepäcks jedoch selbst belegen müssen. Nicht von der Höchstgrenze betroffen sind hingegen Rollstühle und andere Mobilitätshilfen. Werden diese beschädigt oder gehen sie verloren, muss das jeweilige Verkehrsunternehmen den vollen Wiederbeschaffungswert oder 100 Prozent der Reparaturkosten tragen.

Hinweis: Gepäck im Fernbus ist grundsätzlich nicht versichert und obliegt der eigenen Sorgfaltspflicht. Haben Sie also stets ein Auge auf Ihre Reisegepäck, da der Fernbus-Anbieter nur bei grober Fahrlässigkeit haftet.
 

Fahrgastrechte bei Bahn-Reisen: Gepäck

Fahrgastrechte bei Bahn-Reisen: GepäckDie Entschädigungshöchstgrenze für Gepäck, das während einer Bahnfahrt beschädigt oder verloren wurde, beträgt 1.200 Rechnungseinheiten, was aktuell etwa 1.350 Euro entspricht. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass auch hier der tatsächliche Wert vom Fahrgast nachgewiesen werden muss. Kann dies nicht getan werden, erhält der Kunde eine Pauschalentschädigung in Höhe von 300 Rechnungseinheiten (aktuell etwa 338 Euro) je Gepäckstück.

Wird ihr Gepäck verspätet ausgeliefert, steht Ihnen auf Bahnreisen ebenfalls eine Entschädigung zu: Je angefangener 24 Stunden erhalten Sie für maximal 14 Tage eine Abfindung in Höhe von 14 Rechnungseinheiten (etwa 16 Euro), allerdings nur dann, wenn der Wert des Schadens nachgewiesen werden kann. Ansonsten erhalten Sie eine Pauschalentschädigung von 2,80 Rechnungseinheiten (etwa 3 Euro).
 

Fahrgastrechte im Flugzeug: Gepäck

Fahrgastrechte im Flugzeug: GepäckDie Gepäckregelung auf Flugreisen ist im Montrealer Übereinkommen verankert. Der Höchstbetrag der Entschädigung beläuft sich auf 1.131 Rechnungseinheiten. Kann nachgewiesen werden, dass der Schaden vorsätzlich verursacht wurde, entfällt diese Höchstgrenze. Die jeweilige Fluggesellschaft (entweder das Vertragsunternehmen oder die durchführende Gesellschaft im Falle von Code Sharing) haftet verschuldensunabhängig, solange der Schaden nicht auf eine Eigenart des Gepäcks zurückzuführen ist.

Hinweis: Der Anspruch muss innerhalb von sieben Tagen geltend gemacht werden. Handelt es sich um Gepäck, das verspätet übergeben wurde, beträgt die Frist 21 Tage.